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HATARI: WENN EIN KINDHEITSTRAUM PLÖTZLICH STAUB AUFWIRBELT.

Mai 19, 2026

Manche Reisen beginnen nicht am Flughafen, sondern mit einem Film. Bei mir hieß der Auslöser: Hatari! — John Wayne, Hardy Krüger, Tansania, große Landschaft, große Gesten, großes Kino. Gedreht wurde Anfang der 60er rund um Momella, am Fuß des Mount Meru. Also genau dort, wo ich jetzt stehe. Kamera in der Hand, Kindheit im Kopf, Staub in den Schuhen.

Und dann passiert dieses Afrika-Ding: Man kommt wegen eines Mythos — und bleibt wegen der Wirklichkeit. Wegen Licht, das durch Wolken fällt wie eine göttliche Taschenlampe. Wegen Giraffen, die aussehen, als hätten sie den Überblick über alles. Wegen Menschen, deren Hände Geschichten erzählen.

Diese Bilder sind ein buntes Danke. An ein Land, das nicht posiert. Es ist einfach da. Großzügig, wild, widersprüchlich, wunderschön. Und dann plötzlich trabt ein Elefant neben deiner Geländekarre und erinnert dich daran: Manchmal ergeben sich die Motive einfach aus dem Dasein.